“My name is Captain Jack Sparrow,
-ah, I take it some of you have heard of me.”




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::: Owner of the 'Tropic Of Capricorn' :::



::: Log-Buchschreiberin und Chronistin des Captain :::


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Montag, 6. November 2006

::: Toten Mannes Kiste :::



::: Toten Mannes Kiste :::



Als Halloween wird die Feier des Vorabends vom Allerheiligenfest in der Nacht vom 31. Oktober zum 1. November bezeichnet, die vor allem in Irland und Nordamerika traditionell gefeiert wird. Am gleichen Termin wurde zuvor bereits das alte keltische Fest Samhain gefeiert. Daher glauben einige, dass Halloween auf irisches oder gar keltisches Brauchtum zurückgeht. Diese Herleitung ist jedoch umstritten. Das Wort "Halloween" jedenfalls geht auf das Wort "All Hallow's Eve" (Vorabend von Allerheiligen) zurück.



Zu Halloween feiern meine Freunde und ich immer in netter geselliger Runde, jeder bringt etwas ekliges zu Essen und zu Trinken mit. Letztes Jahr hatte ich mir etwas Besonderes einfallen lassen, es gab es zum Nachtisch rote Grütze mit Vanille Sauce, die ich als Drachenblut mit Ork-Rotze betitelte, das zur Folge hatte, das kein Gast den Nachtisch zu sich nahm. Dieses Jahr bekam ich die Chance der Wiedergutmachung ...



So habe ich mich als -wie soll es auch anders sein - untoter Pirat verkleidet und ordinären Kuchen in Form von Särgen gebacken, auf Waffeln als Sargträger gebettet, mit erdfarbener Schokolade serviert, alte Rosinen als Erdklumpen drum herum gestreut und mit lecker schweißdurchkneteten Marzipan- Knochen verziert.

... nun ja... das Azteken-Gold hat mir allerdings am wertvollsten geschmeckt.. *ggg




Happy Halloween wünschen meine Freunde und ich euch allen
und laßt schön die Knochen klappern!

Trick or Treat!
[ Capri aka J A C K ]




Freitag, 20. Oktober 2006

::: Kleines Wörterbuch :::

Es gilt ja nicht nur die Sprache der Piraten zu verstehen, aus ihren Flaggen und Gebärden zu lesen, Freibeuterbriefe zu schätzen und Fässer Rum die Planken herunter rollen zu lassen. Nein wichtig ist, auch auf offener See zu wissen, wohin einem das Schiff führt. Und wollen sich die Sterne nicht zeigen lassen, so ist es immer gut, einen Kompass zur Hand zu haben.

Jeder weiß, das mein Kompass defekt ist, bzw. nur dahin zeigt, was ich mir am meisten wünsche. Meine Freundin Hay hatte ein Erbarmen mit mir und schenkte mir einen neuen Kompass, und der sieht so aus! * stolz bin



Er liegt auf einem meiner Schreibtische und bisweilen in meiner Hand, denn den Horizont lass ich mir allzu gerne anzeigen! :-)




Donnerstag, 19. Oktober 2006

::: Rekrutierungsplan :::

Nun, bei allen Plänen dieser Welt ist es auch von gutem Gelingen einen eigenen Plan in der Tasche zu haben und notfalls auch eine Pistole. Ich für mich habe mein gutes Stück natürlich meistens nur im Bücherregal liegen und hole sie zum Entstauben hervor. * hüstel






Mittwoch, 18. Oktober 2006

::: Piratensatzung :::

Es ist manchmal nicht so schwer, seinen Sätzung Nachdruck zu verleihen und sei es beim Blättern der Satzung mit dem Lauf einer Pistole. *ggg

Rät von Deck
[ der J A C K ]






Dienstag, 17. Oktober 2006

::: Piraten-Karte :::

An dieser Stelle möchte ich die Karten aufzeigen, dich ich mein Eigen nenne.
Neben einer Bücherkarte befindet sich in meinem Besitz eine Schatzkarte. Genaueres - mit Verlaub - möchte ich hier nicht preisgeben! ;-)






Diese Karte hängt in meinem Wohnzimmer.





Und diese Karte verschönert meine Wand in meinem Arbeitszimmer.









Kartenmaterial aus dem Piratenbuch

Montag, 16. Oktober 2006

::: Freibeuterlizenz :::

Ich weiß, man könnte denken, ich besäße ein ganzes Arsenal, und doch ist es so, dass es sich bei dieser Auswahl natürlich nur um Schaustücke handelt. * hüstel
Hier eine Kleinigkeit, das ich mir aus dem verfluchten Land der Spanier mitgebracht habe.







Sonntag, 15. Oktober 2006

::: Todesurteil :::

Aus einem seiner Bücher habe ich ein Bild entnommen, auf dem Jack Sparrow vor die Hunde geht, über dem Kamm springt, Kiel geholt wird, na ihr wißt schon. Es ist mühselig für Jack, vom Ende der Welt in`s Diesseits zurück zu kehren, doch so ein liebenswerter Schurke, wie er es ist, der wird nicht so schnell aufgeben. Es sei ihm gegönnt!








Freitag, 13. Oktober 2006

Fluch der Karibik TEIL III :: Captain Jack Sparrow

Gerüchteweise haben wir ja bereits erfahren, dass sich Jack Sparrow im dritten Teil der Piraten-Saga mit asiatischen Piraten anlegen wird. Jetzt gibt's die ersten Bilder...






Fluch der Karibik 3
Orig.: Pirates of the Caribbean 3
Kinostart: 2007 (USA: 25.05.2007)
Herstellungsland: USA
Regie: Gore Verbinski

Drehbuch: Ted Elliot, Terry Rossio
Darsteller: Johnny Depp, Orlando Bloom, Geoffrey Rush, Keira Knightley u.a.
Verleih: Buena Vista
Genre: Abenteuer
Länge: -
FSK: -






Zudem wurde mir berichtet, dass es scheinbar einen vierten Teil zu dieser Piratengeschichte geben wird. Auf Nachfrage bei den Darstellen stellte sich heraus, dass Orlando Bloom eine zu hohe Gage einforderte und wurde kurzerhand aus dem 4. Drehbuch geschrieben.

"Die tragenden Rollen des Sequels", so hieß es offiziell, "würden eh von Johnny Depp als Jack Sparrow und Keira Knightley als Elsabeth Swann getragen. Orlando Bloom als Will Turner sei nur eine Randfigur, auf die verzichtet werden könnte!"

Phew.. so schnell geht das in Hollywood! :-)

Yo- hoo
[ J A C K ]

Freitag, 6. Oktober 2006

Mit Goldzahn und Juwelenaugen

Jo-hoo ... endlich halte ich das begehrteste Piraten- Buch aller Zeit in meinen Händen und kann wieder in die wilde Welt der Piraten eintauchen und Geschichten von Abenteuer, Verrat und Intrigen lesen und erleben, geschrieben mit Blut!



Piraten an Bord!


Unvergessliche Gestalten, waghalsige Beutezüge und das rauen Leben an Bord eines Piratenschiffes werden in diesem opulenten Sachbuch mithilfe zahlreicher Effekte lebendig. Schon aus der Ferne funkelt der rote Rubin auf dem Cover dieses einmaligen Buches. Kleine Briefchen mit Schatzkarten, Booklets über die Piraten-und Seemannssprache ein, selbst die nahezu unendliche Brandbreite an Piratenflaggen findet in diesem außergewöhnlichen Sachbuch für die ganze Familie Platz.



- Das Must-have für Fans des "Fluchs der Karibik" [ Finger heb!!! ]
- Mit "echtem" Juwel und Goldzahn auf dem Umschlag
- Jede Menge piratenstarke Extras
- Bestseller der "New York Times


Ich bin total begeistert von der Vielzahl an Überraschungen, die in dem Buch stecken, liebevolle Kleinigkeiten und Verstecke, echte Raritäten, alte Spielkarten der Seeleute und Schatzkarten, Besonderheiten, die ich niemals zu vor sah. Auf dem Markt ist das Buch Anfang September gekommen und ich bin glücklich, das ich das Buch jetzt mein Eigen nennen kann. Yo-hoo! Hab auch direkt ein paar Bilder gemacht. Ist ja nicht so, das ich nicht teilen kann... und sei es nur ein wenig Freude! :-)

Ruft von Deck
[ der J A C K ]






Sticker aus dem Buch




Einzelpreis: €19,90
Angaben: 30,5 x 27,0 cm
Briefe und Dokumente zum Herausnehmen
ARS EDITION
ISBN 3760726003

Bilder ::: Auroranien

Das Buch ist so groß, das passt nicht in meinen Scanner! :-)

Sonntag, 30. Juli 2006

“Meg meets Jack”

Diesmal ging die Reise meiner Lieblingstante
durch das zauberhafte Südengland. Entlang der Küstenlinie Britanniens
von Dover bis Lands End, dem westlichsten Zipfel der britischen Insel,
gab es viel zu sehen und viele interessante Geschichten zu hören.

Meg möchte heute von einer sagenhaften Begegnung,
die sich in der bekannten Hafenstadt Plymouth ereignete…



Plymouth liegt in der Grafschaft Devon am Plymouth Sound
und wurde erstmals unter dem Namen Sutton 1231 erwähnt.

1439 erhielt es Stadtrecht und seinen heutigen Namen.
Seit dem 16. Jahrhundert war Plymouth der Ausgangspunkt mehrerer
Übersee-Expeditionen von Sir Walter Raleigh, Sir Francis Drake und James Cook.

Die englische Flotte segelte 1588 von Plymouth ab, um die Spanische Armada
zu bekämpfen. Auf der berühmten Rasenfläche, der so genannten Hoe,
soll Sir Francis Drake in aller Ruhe noch sein Bowl-Spiel beendet haben,
bevor er die angreifende Spanische Armada bekämpfte. 1620 fuhren
von hier die Pilgerväter mit der Mayflower nach Amerika.

Im Hafen hat man die Stelle mit einem Punkt markiert, wo die Mayflower ablegte.
Plymouth ist heute Standort der königlich-britischen Marinewerft.
Der Marinestützpunkt Devonport im Westen der Stadt ist der größte
Marinehafen Westeuropas. Plymouth ist also aus geschichtlicher Sicht
eine hoch interessante und sehr bedeutungsvolle Hafenstadt.

Bei so berühmten Seefahrern, die von Plymouth aus starteten,
um die neue Welt zu entdecken, sollte auch nicht unerwähnt bleiben,
dass hier im Schutz der Dunkelheit auch die schrecklichsten
und furchterregensten Piraten vor Anker gingen,
um sich in finsteren Hafenkneipen einen hinter die Augenklappe zu kippen…

Nachdem unsere Reisegruppe eingehend alle Sehenswürdigkeiten
von Plymouth erkundet hatte, fuhren wir zurück ins Hotel,
um alsbald nach dem abendlichen Genuss eines kräftigen Schluck Guiness,
in unsere Kojen zu entschwinden. Doch was entdeckte plötzlich mein müdes Auge
in der Lobby des Hotels… Konnte ich meinen Augen wirklich trauen?...

Der größte Piraten aller Zeiten war im noblen „Jurys Inn“ vor Anker gegangen:
Sir Käpt´n Jack Sparrow! Himself! Seine königliche Piratenhoheit
stand auf einmal in voller Größe und in all seiner Pracht vor mir!…


Mutig ging ich auf Jack Sparrow zu und hauchte ihm zart fragend entgegen:
„Sparrow? – Jack Sparrow?- You are really Jack Sparrow?
Sparrow grinste mich mit einem breiten Lächeln an und ich erkannte:
„O godness, he is!!! WOW!“ In feinstem Oxford-English stellte ich ihm sofort die Frage:
„Can I make a picture, please?“ Sparrow fühlte ich sehr geschmeichelt,
als ich ihm sagte, wie guuuut er aussähe.

Ich durfte ihm sogar an den Bart gehen
und reichlich weiter „um den Bart gehen.“
Von so vielen Komplimenten sichtlich hingerissen,
warf er sogleich seinen Kopf in den Nacken antworte:
„Of course, you can!“

Und schon posierte er gekonnt vor meiner Kamera.
Jack erwies sich als echter Kumpel und Gentleman,
denn huldvoll winkte ich mich heran und lud mich ein,
neben ihm zu posieren.



Dann lichtete die Lichtgestalt den Anker.
Er hob den Säbel in die Höhe, pfiff seine Piratenbande zusammen,
um in See zu stechen. Nun ist er wieder unterwegs auf den sieben Weltmeeren,
um irgendwo ein Schiff zu entern…

Ahoi and bye bye Jack - habe eine gute Fahrt!
Ich warte auf deine Rückkehr im Hafen von Plymouth...

Deine getreue Gefährtin Meghan ;-)


Donnerstag, 27. Juli 2006

::: Fluch der Karibik 2 :::




Pirates Of The Caribbean: Fluch der Karibik 2 (Piraten-Abenteuer)

USA 2006
FILMSTARTS.de FILMSTARTS.de-Wertung
6/10 Wertung: 6 Punkte
Pressespiegel Pressespiegel
6,5/10 Pressespiegel: 65
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8,0/10 Leserwertung: 80
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Leserwertung

Kinostart: 27.07.2006
Verleih: Buena Vista
Laufzeit: 150 Minuten
Originaltitel: The Pirates Of The Caribbean 2: Dead Man´s Chest


Es ist noch nicht allzu lange her, da begeisterte ein bonbonbuntes und fabulöses Leinwandspektakel mit einem grillenhaften Piraten und einem unwiderstehlichen Traumpaar als Hauptdarstellern ein breites Millionenpublikum und sorgte somit für den Sommerhit des Jahres 2003. Und wie nicht anders zu erwarten, war der Nachfolger von Fluch der Karibik nur eine Frage der Zeit und ein dritter Teil selbstverständlich alles andere als ausgeschlossen. Letztendlich wurden beide Filme hintereinander abgedreht – „Pirates Of The Caribbean: Fluch der Karibik 2“ soll laut Vorstellungen der Produzenten in diesem Sommer natürlich seinen Vorgänger in allen Belangen überragen und für weitere Besucherrekorde und damit einen weiteren Riesenerfolg von Walt Disney Pictures sorgen.Pirates Of The Caribbean 3 folgt im nächsten Sommer.

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Nun ist diese Strategie keine neue und gehört in Hollywood mittlerweile zum Grundkonsens einer erfolgreichen Filmwirtschaft. Der Zuschauer allerdings muss in jüngster Zeit immer mal wieder feststellen, dass trotz Unsummen an Produktionskosten und schauspielerischem Kapital, das in die Sequel von erfolgreichen Filmen gesteckt wird, die Eigenständigkeit und Qualität, sprich der eigentliche Wert des Films, auf der Strecke bleibt.

The Ring
-Regisseur Gore Verbinski gelingt nicht gänzlich der Anschluss zum Vorgänger, ein versprochenes „Mehr“ wird lediglich in den atemberaubenden Special Effects und einer Verstärkung der Superlativen von Gewürm, Ekel und düsteren Gestalten erkennbar. Schließlich erweist sich die Story als weniger überzeugend gegenüber dem Vorgänger und der Film gerät ganz offensichtlich in die Falle von unendlich wiederkehrenden Klischees und Stereotypen, Innovationen und die angekündigten Überraschungen bleiben jedoch weitestgehend aus.

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„Jack is back” – nachdem sich Captain Jack Sparrow (Johnny Depp) vor dem Freibeuter Davy Jones (Bill Nighy) auf einer Kannibaleninsel versteckt hält und seine Kapitänsmütze gegen prunkvolles Schamanen-Accessoire eingetauscht hat, ist William Turner (Orlando Bloom) verzweifelt auf der Suche nach Jack, um sein Leben und das seiner versprochenen Liebe Elisabeth Swann (Keira Knightley) zu retten. Jack besitzt etwas, was der englischen Regierung von eminenter Bedeutung ist und gleichsam William und Elisabeth vor dem Galgen bewahren könnte.

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Doch Jack Sparrow wäre nicht Jack Sparrow, wenn er diesen Anlass nicht zu seinem eigenen Vorteil ausnützen würde: William, der einen magischen Kompass einfordert, der der englischen Regierung als Wegweiser zu einem sagenhaften Schatz dienen soll, wird von Jack mit auf eine abenteuerliche Seereise quer durch die Karibik genötigt. Jack ist drauf und dran, seine Seele, die dem widerwärtigen Seelenknechter Davy Jones geschuldet ist und ihn nach dem Tod zur ewigen Knechtschaft auf Jones Schiff, der „Flying Dutchman“, binden würde, zu Lasten des gutgläubigen Williams zu retten.

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Die Falle schnappt zu. Als vorübergehendes Mitglied in der Mannschaft des „Flying Dutchman“ hat William eine unerwartete Begegnung mit seinem tot geglaubten Vater. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt: Jack auf der Suche nach hundert Seelen zum Tausche seiner eigenen, William in Gedanken an die bevorstehende Vollstreckung der Todesstrafe an seiner Geliebten und den Verräter Jack Sparrow im Hinterkopf, der für seine Lügen und Hinterhältigkeiten ein für alle mal büßen soll. In einer nächtlichen Fluchtaktion schwört sich William, seinen Vater aus den Scherenzangen des schrecklichen Bösewichts Davy Jones zu befreien. Doch er hat seine Rechnung ohne das mysteriöse Seeungeheuer „der Kraken“ gemacht...

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Kaum zu glauben, dass die oben genannten gesamten Handlungsstränge in den Rahmen eines Films der Machart „Hollywood-Blockbuster“ passen. Denn es wäre nicht verfehlt zu sagen, dass sich „Fluch der Karibik“ trotz familienfreundlicher Eignung als recht komplex und seine Handlungselemente als vielfältig ineinander verstrickt erweisen. Vor allem die Spannung und die Dramaturgie leiden unter dieser Überfrachtung von Elementen, die Akteure wirken zeitweise ungewöhnlich mehrdimensional und die Stringenz einer Handlungsentwicklung wird sichtlich vernachlässigt. Lediglich Johnny Depp in seiner Rolle als unbelehrbarer Schelm und Tausendsassa vermag dem Film so etwas wie eine Identität zu geben.
Sicherlich ist dieses Manko des Films insbesondere auf seine Position als verbindender Mittelteil einer Trilogie zurückzuführen, doch in aller erster Linie muss der Film für sich alleine stehen.

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Hierin liegt wohl das ganze Elend der Verfilmung eines Epos beziehungsweise einer in epischer Breite erzählten Geschichte. „Fluch der Karibik“ aber, und das gilt ausdrücklich festzuhalten, ist kein Epos und zeigt bisher längst nicht die enormen Qualitäten einer „Herr der Ringe“-Trilogie beispielsweise. Wenn man so will, ist die Jerry-Bruckheimer-Produktion eine künstliche Verlängerung eines erfolgreichen Blockbusters mit provozierendem Hintergrund – eine auf weiteren Profit und noch größeren Erfolg ausgelegte Angelegenheit, die konzeptionell nicht überzeugt. Die große Frage sollte dabei sein: Muss „Fluch der Karibik“ oder muss eine Sequel-Produktion generell in diesem Belang überzeugen? Der Zuschauer tut sich einen Gefallen, wenn er nicht zu viel erwartet und sich auf einen kurzweiligen und spaßigen Trip mit einigen flapsigen Scherzen und bunten Fantasiefiguren- und Welten einstellt. Vor allem aber sollte er gebannt darauf sein, wer und warum in welcher Weise das Schwert erhebt. Denn offensichtlich ist dies nicht immer.

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Das Staraufgebot brilliert wie schon im ersten Teil mit den altbekannten Namen: Johnny Depp, Orlando Bloom, Keira Knightley. Selbstverständlich keine Endabsichten von Preisauszeichnungen im Visier, wiegelt sich die Darstellerriege zu einem Maximum an Glanz und Strahlenkranz auf. Schauspielerische Ansprüche eines intensiven, konzentriert darstellerischen Auftrittes spielen in „Pirates Of The Caribbean: Fluch der Karibik 2“ natürlich nur eine Nebenrolle. Doch Schauspieler brauchen solche Filme, sie leben schließlich von ihnen und arbeiteten ihr ganzes Leben daraufhin, in solch einer „pompösen“ Produktion einmal eine Rolle zu spielen. Johnny Depp zeichnete sich schon immer durch seine expressive Leidenschaft aus, groteske Freaks, absonderliche Drogendealer und scheiternde Lebenskrüppel zu verkörpern - nur nicht immer in solch farbenfroher Pracht. Er gibt dem Film den gewollten Knalleffekt und einen beinahe bis zur Unerträglichkeit getriebenen Kitsch-Charakter. Sein Auftritt als Schamane wider Willen, der nicht recht weiß, wie er das doppelte Problem seiner Existenz lösen kann – einmal als Verfolgter eines erbarmungslosen Fieslings, einmal als versprochenes Festmahl eines Kannibalenstammes -, ist nahezu umschmeißend.

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Sein schwuler Habitus in „Fluch der Karibik“ reizt manchmal am Rande des Erträglichen, in der Fortsetzung hat man sich jedoch schnell daran gewöhnt. Denn der Männerwelt gerecht wird immer noch der edelmütige Orlando Bloom, der dem Film ein Hauch von Tiefe und höherer Intention gibt. Keira Knightley als Braut ohne Bräutigam hat augenscheinlich einen weniger erzückenden Part: Eingekerkert, in Verkleidung als Seemann und getrieben von Nöten des bevorstehenden Verlustes, bröckelt der Glanz der anmutigen Prinzessin aus dem ersten Teil der Trilogie zunehmend in der Entwicklung des zweiten. Ihre junge Schauspielkarriere hat noch keine eindeutige Richtung gefunden, ihr Auftritt in „Pirates Of The Caribbean: Fluch der Karibik 2“ hilft da auch nicht viel weiter, zeigt aber wenigstens, dass sie sich nicht festlegen lässt.

Bleibt noch ein einmalig fieses Meeresgezücht namens „Davy Jones“, gespielt vom Multitalent Bill Nighy. Seine Rolle ist die wohl kurioseste und augenfälligste, mitunter zieht er durch sein Handeln und Nicht-Handeln die vielen Fäden der parallelen Handlungsstränge. Genauer, Bill Nighy in der Puppe eines Riesenkrebs-Wurm-Gehzeugs legt sich getreu seiner Konstruktion für die Dramaturgie des Films mächtig ins Zeug, um den Verfolgten Jack Sparrow samt Crew, Elisabeth Swann und William Turner keine Pause zum Verschnaufen zu lassen.

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Am Ende steht die große Leere! Was hat uns dieser Film, rein storytechnisch und im Hinblick auf ein bombastisches Finale im dritten Teil der Piraten-Saga gebracht, außer die Einführung und Integrierung neuer Gefahren und Ungeheuer in das Leben unserer unverwüstlichen Fantasie-Helden um Captain Jack? Nun, am Ende steht die Wandlungsfähigkeit einiger Akteure, das Wiederkommen längst vergessener und die unendliche Schlacht zwischen Gut und Böse. Steigen und Fallen, Schiffbruch um Schiffbruch, rettendes Land und Vergeltung: Alle auf ein Ziel zusteuernd (Ja, auf welches denn?), erst kooperierend, dann rivalisierend bis zur nächsten Hürde? Nein! Im Grunde steht bei „Fluch der Karibik“ stets der Spaß und die Spannung im Vordergrund. Und wenn hier einer tatsächlich eine tragende Hauptrolle spielt, dann sind das wohl am ehesten die Special-Effects-Artists, Maskenbildner und Kameraleute, die die sehnsuchtsvollsten Landschaften eines Karibik-Touristen in unglaublichen Bildern einfangen und die Flucht vor der Wirklichkeit, hinein in fantastische und atemberaubende Fantasiewelten so einfach und bequem machen. Der Zuschauer sollte schweigen und genießen, vergessen und sich auf den dritten Teil freuen, der nächsten Sommer folgt.

Link-Tipp: Album „Rogue’s Gallery: Pirate Ballads, Sea Songs And Chanteys“



Samuel Rothenpieler

In Zusammenarbeit mit Filmstarts [ J A C K ]