“My name is Captain Jack Sparrow,
-ah, I take it some of you have heard of me.”




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Dienstag, 30. September 2008

Die Schriftrollen

Aloha Mateys,
und weiter geht es mit der Erzählung rund
um Montes Riphaeus.... enjoy! J A C K



Die Schriftrollen

Die Schriftrollen mehrten sich und gewannen von Tag zu Tag immer mehr an Gewicht.
Cherubim hielt eine seiner Engelsfedern als Federhalter in der rechten Hand
und tauchte sie nachdenklich in das dunkle Tintenfass,
bevor er weiter die ungetrübten Pergamentrollen beschrieb:


„O Herr! Unterstütze mich mit deiner Gnade!
Mit deiner Kraft schrieb ich unlängst die Schriften der Stämme nieder.
Seitdem scheinen Lichtjahre vergangen, und doch sind es nur winzige Lichtreflexe,
die sich mir wie Offenbarungen einbrennen, als wären ein Tag - ein Jahr, und ein Jahr -
wie ein Herzschlag, jenes Phänomene eigener innerwohnender Existenzen.

Ich vermisse Seraphim, meinen ergänzenden Engel, der mir das Umschlossensein
von der Welt zeigte, ebenso wie Elohim. Wann wird er zurückkehren?
Viel zu wenig kreuzen sich die Wege auf unseren himmlischen Missionen.
Und doch scheint es, als sei jeder Engel in greifbarer Nähe.

Wenn ich in ihren Schriften lese, empfinde ich diese göttliche Gegenseitigkeit.
Elohim, mit seinem Kreislauf der Heimkehr. Seraphim, mit all seiner Liebe,
und ich, Cherubim, mit all meiner Weisheit. Nun tragen wir uns vierflügelige Engel
mit gewaltige Schwingen in die Mitwelten hinaus und lassen uns im Weltempfinden
vernehmen und verkünden. Augen und Augen bedecken die Flügel und lassen erkennen,
was die Menschen und all die Wesen unter diesem blauen Himmelszelt bewegt.



Ich werde ihre Schwüre im Mond
und Sonnenlicht wiederspiegeln.
Mit ständig geöffneten Augen die Gegensätze
im Glanz ihrer Blicke erfassen
und die Zeugnisse weit und hoch hinauftragen.

Nah der Tag und Nachtschöpfung, jener Sonne
und Mond, auf dem ich wohne.

Niemals mehr werde ich schlafen, immer stets in Flammen stehen
und die Augen geöffnet halten, um als Hüter der Schwelle jede Sternschnuppe,
jede Kerzenflamme, jeden Blitz und jede Wolke, jeden Tautropfen
und jeden Traum zwischen Himmel und Erde zu erkennen und über ihn zu wachen.

Mein Flammenschwert ruht derweil in meinen Händen
und breitet sich in meiner klaren Seele aus. Nur mein Antlitz entflammt,
und goldene Pfeile durchbohren mein Herz, mit dem heißblütigen Feuer an der Spitze
des Eisens, um mich immer wieder an die Liebe und die Wohltaten zu erinnern.“




Dienstag, 23. September 2008

::: Exkurs :::

Aloha Mateys, 
und weiter geht es mit Cherubims Geschichte. 
Hier nun der Anfang eines himmlischen Zusammentreffens ... J A C K

Der Anfang
Cherubim sah kurz auf, als ihn der kalte Ostwind an der Wange berührte.  
Mit einem Lächeln begrüßte er Elohim, der den Garten Eden betrat.  
Elohim war von seiner langen Reise zurückgekehrt
und suchte sich zum ausruhen einen kühlen Platz am Stamm des Lebensbaumes.

„Du bist wieder am schreiben?“ erkundigte sich Elo neugierig 
und seine Stimme klang müde.
Mächtig trat Seraphim, aus den Schatten der Bäume hervor 
und beugte sich grüßend zu Elohim, um für Che zu antworten.

„Wann sieht man Cherubim nicht, mit Feder und Schriftrolle unter dem Flügel geklemmt, 
durch den Garten wandeln und schreiben?“ Cherubim lächelte wissend 
und wandte sich wieder seinen Schriften zu. Er tauchte seine Schreibfeder 
in das schwarze Tintenfass und beschrieb sie gedankenvoll. Seraphim pflückte einen Apfel 
vom Baum des Lebens und reichte ihn Elohim. 

„ Ruh dich aus, Elohim, deine Wangen sind von der Reise gerötet!  
Du wirst Zeit und Muße finden, uns von deinen Begegnungen zu berichten!  
Stärke dich, mein Freund!“
Cherubim bat er, die fertige Schriftrolle,
die neben dem Erzengel lag, vorzulesen.
„Was steht darin geschrieben, Che? Wovon weißt du zu berichten?“ 

Cherubim rollte das feine Papier auseinander
und begann mit klarer und fester Stimme vorzulesen.
"Am Anfang, dem ersten Tage nämlich, dem heiligen Sonntag 
und Anfang aller Erstgeborenen,
erschuf Gott den Himmel und die Erde. Er rief das Wasser und die Luft 
und das Licht und die unsichtbaren Mächte. Er hieß uns Engel und Erzengel, 
die Kerube und die Seraphe an, die Thronen und Gärten unter Jubel- 
und Lobgesang zu hüten, Heere von Geistern zu ordnen und die Finsternis 
und dem Licht, die Nacht, dem Tag und den Sturmwinden wohl zu gefallen." 

Cherubim neigte für einen Moment die Rolle hinunter 
und griff tastend nach seinem zweischneidigen Schwert.
„Einiges ist passiert, seitdem Adam und Eva das Paradies verlassen haben.“, 
sprach Seraphim durchdringend.
„Die Tür des Garten Eden wurde verschlossen, nachdem die Menschen gingen!“, 
ergänzte Elohim.

„Wir sind der Anfang aller Anfänge!“, vollendete Cherubim.  
Myrren und Zimtgeruch lag mit einem Mal in der Luft, 
als die Himmelsboten die Botschaft in den Worten der Schriftrollen wiederfanden. 

„ ... in principio creavit deus caelum et terram, terra autem erat inanis et vacua, 
et tenebrae erant super faciem abyssi, et spiritus dei ferebatur super aquas, 
dixitque deus fiat lux et facta est lux, et divisit lucem a tenebris, 
appellavitque lucem diem et tenebras noctem factumque est vespere et mane dies unus… “ 


„ ... im Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde und die Erde war Ungrund 
und Urschlund und Finsternis überm Antlitz des Abgrunds und Odem Gottesbrütend 
überm Antlitz der Wasser und es sprach Gott: „ Es werde Licht!“ 
Und es wurde Licht und es sah Gott das Licht: dass es gut ist und es schied Gott 
zwischen dem Licht und zwischen der Finsternis und es rief Gott dem Licht: 
„Tag“ Und der Finsternis rief er: „ Nacht“ Und es wurde Abend und es wurde Morgen. 

Tag Eins… “

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Sonntag, 21. September 2008

::: Che :::

Aloha Mateys, es gab eine Zeit, 
wo die Geschichten federführend waren
und mir im Traume der Vierflügler begegnete. 
Nun bin ich lange Zeit schon selbst beflügelt
und denke immer wieder an Che zurück, 
als er mir sehr nahe war, und mir Trost und Kraft spendete.

Drum lasst mich erzählen, was mir der Vierflügler einst zuflüsterte, 
lasst mich erinnern, an eine Geschichte, die kein Ende fand 
und noch ungeschrieben im Raume steht ....

Erinnert an Deck
der J A C K


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"Doch das Paradies ist verriegelt und der Cherub hinter uns;
wir müssen die Reise um die Welt machen, und sehen,
ob es vielleicht von hinten irgendwo wieder offen ist."

Heinrich von Kleist

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Nîn hûn lachant

*Mein Herz entflammte*

U I vethed. Na I onnad. Si boe u-dhannathach.
*This is not the end. It is the beginning. You cannot falter now.*